Prostata, vorbeugen

Die Prostata ( Vorsteherdrüse) ist eine akzessorische Geschlechtsdrüse, d.h. sie ist entlang des Genitaltrakts ausgebildet. Sie ist demnach zusätzlich zu den eigentlichen Geschlechtsdrüsen des Mannes, den Hoden, zu erwähnen. In den Hoden werden Spermien gebildet, in der Prostata aus deren Sekret das Samenplasma, das während der Ejakulation in die Harnröhre gelangt und sich dort mit den Spermien vermischt. Spermien und Samenplasma zusammen ergeben das Sperma, auch Ejakulat genannt. 

Die Prostata umschließt den Anfangsteil der Harnröhre und liegt unterhalb der Harnblase.
Außerdem verläuft durch sie ein paarig angelegter Spritzkanal. Durch diesen fließen bei der Ejakulation ungefähr 70% des Ejakulat-Volumens. Die Vorderseite der Vorsteherdrüse wird durch die Schambeinfuge begrenzt, die Abgrenzung an der Rückseite bildet der Mastdarm. Deshalb kann sie beider Vorsorgeuntersuchung vom Enddarm aus ertastet werden und so vorab beurteilt. Normalerweise besitzt die Vorsteherdrüse die Größe einer Kastanie.

Das Hormon Testosteron reguliert die Funktion der Prostata. Das Prostata-Sekret ist leicht säuerlich (PH-Wert ca. 6,4), trübe und dünnflüssig. Im Sekret sind zahlreiche, von den Spermien für die Befruchtung benötigten Enzyme enthalten. das Prostatasekret beinhaltet außerdem Zink, Zitronensäure, Phosphatase und Cholesterin.

Eine der Erkrankungen der Prostata ist die Prostataentzündung, Prostatitis. Sie verursacht die gleichen Beschwerden wie die gutartige Prostatavergrößerung.
Die gutartige Prostatavergrößerung wird als benigne Prostatahyperplasie bezeichnet.
Ein bösartiger Tumor ist der Prostatakrebs.

Jeder zweite Mann über 50 ist davon betroffen

Ab dem 30.Lebensjahr setzt das altersbedingte gutartige Wachstum der Prostata ein.
Betroffen ist ab dem 50. Lebensjahr jeder zweite Mann, ab dem 80. Lebensjahr fast jeder.
Die benigne Prostatahyperplasie entwickelt sich hauptsächlich im inneren Bereich der Prostata. Dies bedeutet, dass sich die Vergrößerung in direkter Umgebung der Harnröhre befindet.

Somit kann die Harnröhre eingeengt werden, was zu verschieden starken Problemen beim Wasserlassen führen kann (Blasenentleerungsstörungen). Einer Therapie unterziehen müssen sich wegen bestehender Beschwerden jedoch nur ca 10 – 20 % der Betroffenen.
Weitgehend unklar sind bisher die Ursachen, die zu einer Vergrößerung der Prostata führen. Fachärzte sehen jedoch eine mögliche Ursache in einem altersbedingten Ungleichgewicht von männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen.

Der Prostatakrebs, der sich hauptsächlich im äußeren Bereich der Vorsteherdüse entwickelt, kann mit der Zeit ebenfalls die Harnröhre einengen und zu Blasen-entleerungsstörungen führen. Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Jährlich erkranken ungefähr 60.000 Männer neu an Prostata-krebs. Sie ist von den krebsbedingten Todesursachen bei Männern die Dritthäufigste.

An Prostatakrebs erkranken Männer unter 50 Jahren selten. Um die Krebserkrankung frühzeitig erkennen zu können und dadurch die Heilungschancen zu erhöhen ist jedem Mann ab dem 45.Lebensjahr eine jährliche Krebsfrüherkennung beim Urologen angeraten.

Frühzeitig die gesunde Prostata und Blase schützen

Auch, wenn die Prostatavergrößerung primär mit dem Alterungsprozeß zusammenhängt, kann die gesunde Prostata und die Blase geschützt werden. Damit sollte frühzeitig begonnen werden. Adipositas ist ein ungünstig beeinflussender Faktor. Vorbeugend ist daher empfehlenswert, sich ausgewogen und ballaststoffreich zu ernähren und ausreichend Wasser zu trinken.

Förderlich für die Gesundheit sind:

• Zink
▸ Kann in der Regel Problemlos über die Nahrung aufgenommen werden. Der tägliche Zinkbedarf liegt bei Männern und Jungen ab 16 Jahren bei ungefähr bei 10 mg. Problemlos kann man einen leichten Zinkmangel durch zinkhaltige Lebensmittel wie tierische Produkte und Getreide ausgleichen.

• Vitamin A
▸ Einige tierische Produkte und viele Pflanzen enthalten so genannte Carotinoide. Sie werden auch Provitamin A genannt. Im Darm des Menschen wird aus Carotinoiden Vitamin A gebildet.
▸ Der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin A liegt bei ungefähr 0,8 – 1 mg. Daneben kann auch die Aufnahme von Carotinoiden zur Vitamin A-Versorgung berücksichtigt werden.

• ß-Carotin
▸ Ist das bekannteste und wichtigste Carotinoid (Provitamin A). Es kommt besonders häufig gelben und orangefarbenen Gemüsesorten, so wie in dunkelgrünem Blattgemüse. Aufgenommenes ß-Carotin wird zu Vitamin A umgewandelt, indem es im Dünndarm gespalten wird. Es bietet somit eine gute Versorgung an Vitamin A bei vegetarischer bzw. veganer Ernährung

• Vitamin E
▸ Der tägliche Bedarf an Vitamin E liegt bei Männern und Jungen ab 15 Jahren bei ca. 14 mg. Nur die Hälfte der Deutschen ist in der Lage, den täglichen Bedarf an Vitamin E über die Nahrung zu decken. Hier wäre eventuell eine zusätzliche Einnahme von Vitamin E Kapseln besonders bei Risikogruppen sinnvoll.

Um den Körper fit zu halten und die Prostata zu schützen sind zudem regelmäßige sportliche Aktivitäten und ausreichende Bewegung notwendig. Ein besonderes Risiko allgemein, aber auch für die Prostata und die Blase ist starkes Rauchen.

 

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